Zusammengefasste Erfahrung: Die Vorteile der
Strohballenjurte - ein echter Quantensprung!
Bislang kann ich bei der Strohballen-Jurte samt und
sonders nur
Vorteile gegenüber den Vorgängern sehen:
a) weitere Verbesserung der Baustatik;
b) deutliche Steigerung des Wärme-Dämm-Wertes
(Niedrigenergie-Standard wird spielend erreicht!)
c) sehr gute Schalldämmung! (was vorher
kaum der Fall war)
Damit nicht genug:
d) Kaum zu übertreffende
Primär-Ressourcen-Nähe:
Das Wand- und Dachgerüst der Jurte wird am besten aus Rundholzstangen
direkt aus dem Wald gebaut (die allerdings gerade sein müssen - z.B.
Fichte). Der Boden kann ebenfalls in Rundholz-Pflaster-Bauweise (ca. 10
cm hohe Baumscheiben mit Stampflehmfüllung zwischen den Fugen)
hergestellt werden. Und dann noch die Stroballen-Dämmung -
ressourcen-näher ist wohl kaum eine so schöne und wohltuende Bauweise
möglich!!! An Industriestoffen brauchen wir nur noch die Außen- und
(m.E.) Innenverkleidung sowie etwas Kleinteile. Das bedeutet:
e) Der
ökologische
Fußabdruck reduziert sich damit
auf einen Wert, der mit gewaltigem Abstand von gängigen Bauweisen der
geringste sein dürfte, der überhaupt mit biologischem Material
erreichbar ist (damit kann nur noch die anorganische
Sandsack-Bauweise ("
the Superadobe building technologies")
mithalten, die sich - anders als unsere - insbesondere für
heiß-trockene Klimagebiete eignet). Leider liegt zum Öko-Fußabdruck
noch kein genaues Zahlenmaterial vor (welche Uni oder TU will sich
damit beschäftigen?)
f)
Aussehen:
Den Jurten ist am
Ende nicht anzusehen, wie sie gebaut
wurden!
Nach Endfertigung schauen alle Jurten im Groben gleichartig aus, d.h.
man erkennt von außen wie von innen kaum, ob es sich um eine
Jurte mit (Bio-)Baumarkt-Dämmstoff handelt (Dämmdicke
i.d.R. 10cm, s.vorherige Bildserie) oder um eine
Niedrigenergie-Strohballen-Jurte. Alle sehen
so schmuck aus wie diese hier (
a08,
a09,
a10,
a11)!
g) Nochmals eine gewaltige
Kostensenkung:
Für die
Strohballenjurte mussten wir uns zwar viele neue Wege einfallen
lassen, aber es hat sich hundertfach gelohnt: Die Gesamt-Materialkosten
fallen damit weiter: auf rund 80 Euro/qm.
h) Ende der tödlichen
Kapitalismus-Spirale:
Konsequent setzen wir durch das Beispiel dieser Bauweise den Weg fort,
uns entschieden von allen Regeln des (noch) herrschenden
welt-kapitalistischen Systems abzusetzen und endlich beispielgebend ein
primäres Existenzbedürfnis auf einfachste, unmittelbarste Weise zu
lösen...
Mich begeistert das ungemein! Und zwar so sehr, dass ich darin einen
ganz entscheidenden Quantensprung der Jurtenbauweise sehe, ja
regelrecht einen epochalen Durchbruch. Damit öffnen sich Wege für eine
Rund-Bauweise, die den
Komforteigenschaften des Einfamilienhaus-Standards in nichts mehr
nachstehen muß (bei ringförmiger Umbauung der Jurte mit
Einzelräumen wird der mittlere Jurtenfußboden höher und
schafft so zusätzlich Platz für darunter liegende Räume). Und die
übrigen
Eigenschaften sind um so viel besser, dass die Jurtenbauweise zu einem
Favorit werden könnte, was die Single- bzw. Einfamilienbauweise
besonders in den kommenden Notzeiten betrifft!
In anderen Worten: Tore auf für eine ordentliche
"Raus-aus-der-Stadt-Bewegung"!!!
Siehe dazu aber auch noch die mit der "
Gründach-Jurte"
verbundenen
Bestrebungen, grünes Licht für eine Grünland-Bebauung zu erreichen,
weil es damit kein Argument mehr gibt, das eine solche rechtlich
verbieten könnte!!!
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2008 )